Kantersieg in Bühl
14.03.2011 - Julian Grundler
Nach drei Spielminuten stand es bereits 0:1. Routinier Neno Rogosic hatte gekonnt zu Novica Lazarevic gepasst, und der hatte keine Mühe den Ball im Tor unterzubringen. Aber selbst der frühe Rückstand weckte den VfB nicht auf. Weiterhin ließ man die schnell, schnörkellos und sehr intelligent spielenden Gäste fast ohne Gegenwehr gewähren. Die Bühler Abwehr war zwar meist in Überzahl, agierte aber lediglich als eine Art Begleitschutz für die ständig rochierenden Gästeangreifer. Man kam erst gar nicht in die Zweikämpfe.
Schon jetzt war fast jedem der 200 Zuschauer klar: Wenn beim VfB überhaupt noch etwas geht, dann über Standards. Und in der Tat: Daniel Schmidt hämmerte einen Freistoß aus 30 Metern zum 1:1 (29.) ins Netz. Spätestens jetzt mussten die Bühler doch aufwachen. Aber nein. Selbst Torwart Steven Helmholdt ließ sich von der Lethargie anstecken, beim 1:2 (37.) durch den sehr agilen Dino Pace (37.) gab er jedenfalls keine gute Figur ab. Als dann wiederum Pace nur 60 Sekunden später auf 1:3 erhöhte, war die Partie praktisch schon zugunsten der Gäste entschieden. Da spielte es auch keine Rolle mehr, dass Schiedsrichter Jakob Paßlick einen umstrittenen Strafstoß gab und Stürmerfuchs Rogosic selbst verwandelte – 1:4 (54.). Es fiel auch nicht mehr ins Gewicht, dass auf der anderen Seite Christian Coratella einen Strafstoß vergab. Auch das 1:5 (74.) durch einen Kopfball von Kürsat Ortancioglu hatte nur noch statistischen Wert. (hk)
Quelle:Suedkurier
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